Beinwellsalbe
Beinwell oder Wallwurz (Symphytum officinale) wächst bei uns im Garten eigentlich als Material für Jauche, um Gemüse zu düngen. Er wächst meist wild in Wiesen. Als Heilpflanze wirkt er schmerzlindernd, entzündungshemmend, abschwellend, wundheilend und durchblutungsfördernd. Aber die Pflanze enthält Stoffe, die eine orale Aufnahme nicht empfehlen! Also sollte man sie nur als Salbe, Tinktur oder Öl zur äußeren Anwendungen nutzen.






Für meine Beinwellsalbe habe ich Wurzeln vom Beinwell ausgebuddelt, große Stücke unter Wasser geschrubbt und dann mit dem Spargelschäler geschält. Anschließend habe ich sie in der Sonne trocknen lassen.
Der nächste Schritt ist der Öl-Auszug. Hier gibt es den Kaltauszug, bei dem die zerkleinerte Wurzel in einem sterilisierten, verschließbaren Glasgefäß mit gutem Öl angesetzt wird, zwei bis sechs Wochen (hier scheiden sich die Geister) ziehen lassen und täglich ein bis zweimal schütteln.
Man kann aber auch das zerkleinerten Material im Öl eine Stunde im Wasserbad bei max. 60°C ziehen zu lassen und dann mind. zehn Tage in einem verschlossenen Glas ziehen lassen.
Für den Warmauszug habe ich mich für den Thermomix entschieden, d. h. die Wurzeln im Thermomix gehäckselt, Öl dazu gegeben und bei 60°C drei Stunden ziehen lassen.
Anschließend habe ich alles durch ein Tuch gefiltert. Das dauert ein bisschen, das Tuch kann man dann noch ausdrücken. Jetzt haben wir schon mal ein Beinwell-Öl, dass sich gut zur Massage eignet.
Für die Salbe habe ich Bienenwachs mit einem Gemüsehobel zerkleinert. Nun kommen Öl und Wachs in den Thermomix und werden bei 60 °C ca. eine Stunde leicht gerührt. Anschließend alles in sterilisierte Gläser füllen und fertig!
In der Regel hält die Salbe mindestens (!) ein halbes Jahr (kühl und dunkel gelagert). Ich habe circa 120 Gramm Wurzeln mit 500 Gramm kaltgepresstes Sonnenblumenöl angesetzt und schließlich mit 50 Gramm Bienenwachs verrührt.
Gutes Gelingen wünscht Evi